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Interessantes
Pager Dreieck

Nur wenige Kilometer von Novalja entfernt, auf dem Gipfel „Velo tusto èelo“, befindet sich das einzigartige Naturphänomen eines megalitischen Steinabdrucks, bekannt als Pager Dreieck ( Paški trokut ) – ein gleichschenkliges Dreieck, in der Große von 32x32x22 m, in der Form von eines Bugeleisenabdrucks. Da es keinen Trampelpfad gibt, ist für den Besuch dieser Lokalität jedoch ein bisschen Geschick unerlässlich.

Obwohl dieses Phänomen noch erklärungsbedürftig ist noch zu untersuchen ist, bringen manche seine Entstehung in Verbindung mit einstigen UFO-Erscheinungen über dem ganzen Pag-Gebiet.

Entdeckung der Amphorenfundstätte

Insel Pag, Bucht Vlaška Mala:
Schiffbruch eines altrömischen Handelsschiffs mit einer Amphorenfracht
Das 1.Jh. vor Chr.

Im II. und I. Jh. vor Chr. spannte sich das Römische Reich bis an die Ostadriaküste. Entlang dieser Küste leisteten zahlreiche illyrische Stämme jahrhundertenlang einen starken Widerstand. Nach vielen erfolglosen Aufständen der Illyrier, eroberten die Römer dieses Gebiet erst im 9.Jh. nach Chr., im Zuge dessen die schon vorhandene Provinz Illyrik in die Provinzen Dalmatien und Pannonien aufgeteilt wurde.

Auf der Insel Pag, in lateinischen Schriften Cissa genannt, fanden die Altrömer die Liburnen, einen mächtigen illyrischen Stamm vor. Als Seeleute erlangten sie großen Ruhm und herrschten in frühen Jahrhunderten des ersten Jahrtausends über einen großen Teil des Adria-Gebiets. In Zeiten der altrömischen Machtergreifung wurde dieses Gebiet von zahlreichen Einwanderern aus Italien und anderen Teilen des Römischen Reiches angesiedelt. Sie bewirkten einen Seehandelsaufstieg und eine Güteraustauschzunahme mit der Nachbarküste und anderen Mittelmeerländern. Ungewisse politische Verhältnisse sowie unzulängliche Kenntniss von geografischen und klimatischen Verhältnissen führten im I. Jh. vor Chr. oft zu zahlreichen Schiffsbrüchen, wovon heute viele archäologische Unterseefunde zeugen.

Zwei bekannte altrömische Siedlungen am nördlichen Teil der Insel – Cissa auf dem Caska-Gebiet und Novalja auf dem Novalja-Gebiet entwickelten sich während der römischen Herrschaft zu politischen Verwaltungs- und Seehandelszentren, ein Anlaufsort vieler Handelsschiffe.

Obwohl schon die alten Griechen Amphoren als maßgebliche Verpackungsform bei der Verschiffung von Öl, Wein und anderen Produkten nutzten, ist ihr Massengebrauch erst in altrömischer Zeit im immer besser organisierten Seehandel des ganzen Mittelmeerraums zu bemerken. Hergestellt aus widerstandsfähiger Keramik, die jahrzehntelang verschiedene Einwirkungen der Natur widersteht, ermöglichen sie uns heute die Entdeckung und Erforschung von Schiffbruchresten der Antike. So wird es möglich, den Seehandel sowie die Wirtschaft der Antike auf eine unmittelbare Weise zu erforschen.

Die gesamte kroatische Öffentlichkeit wurde angenehm überrascht von der Entdeckung eines versunkenen Handelsschiffs mit Amphorenfracht aus dem 1.Jh.vor Chr. - an der Ostküste der Insel Pag, im Podvelebit- Kanal, in der Vlaška Mala-Bucht.

Aufs Vorhandensein der Fundstätte wies im Frühjahr 2004 Herr Dražen Peraniæ aus Stara Novalja hin, Vizegespan der Lika-Senj Gespanschaft: am Meeresgrund entdeckte er etwa hundert Amphoren und zwei Ankerstangen aus Blei.

Fachliche Einsicht determinierte die Zugehörigkeit der Amphoren zum sogenannten Lamboglio Typ 2, der besonders zur Weinverschiffung diente.
Dieser Amphorenherstellungstyp ist kennzeichnend für die zweite Hälfte des 2. Jh. vor Chr. sowie für das ganze 1.Jh. vor Chr. Die Amphoren wurden vor allem für den Adriamarkt bestimmt und danach auch für den des Ostmittelmeerraums.

Ihre Herstellung wurde entlang der westlichen Adriaküste bewiesen und man vermutet sie auch an der östlichen Küste. Am Rande einer Amphore wurde der Stempelaufdruck TIMO bemerkt, womit der Hersteller periodisch Serien von hergestellten Gegenständen markierte.

Neben diesem Fund der Amphorenfracht und der zwei Ankerreste, wurden an der gleichen Fundstätte auch andere Gegenstände entdeckt, die zur versunkenen Schiffsausrüstung gehörten. So wurden unmittelbar neben den Amphoren auch vier keramische Gefäße gefunden. Außerdem wurden unter den Amphoren auch der untere Teil eines Mahlsteins gefunden. Alle diese Gegenstände waren Bestandteile der Schiffsküche.

Während der archäologischen Schutzausgrabung wurde an den angrenzenden Bereichen der Fundstätte auch ein Bleigewicht entdeckt, das als Tiefenmesser diente.

Diese neue und interessante archäologische Unterseeentdeckung wurde von der Stadt Novalja freudig und unterstützend aufgenommen. So steht diese Fundstätte durch fachliche und finanzielle Hilfe des Ministeriums für Kultur der Republik Kroatien ab Mai 2004 unter juristischen und natürlichen Schutz.

Heute ist diese Fundstätte geschützt mit einem 10x12m großen und 2 bis 4 m hohem Eisenkäfig. Den Forschern ist die Fundstätte durch eine Öffnung von der Oberseite zugänglich. Auf diese Weise wurde die Fundstätte auch allen interessierten Unterseebesuchern zugänglich. Und diejenigen, die keine Möglichkeit dazu haben, selbst einzutauchen und die Fundstätte an Ort und Stelle zu besichtigen, wird die zur Zeit in Vorbereitung befindliche Museumsaustellung in Foto und Video, bereichert durch selektierte Einzelteile aus der Fundstelle, sicherlich erfreuen.

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